Schüttelbrot ist eine traditionelle Brotsorte aus Südtirol. Es handelt sich um ein hartes, knuspriges Fladenbrot. Für die Herstellung werden Roggenmehl, Wasser, Hefe, Salz und verschiedene Gewürze verwendet. Als Gewürze benutzt man traditionell die Kräuter Fenchel, Anis, Kümmel, Koriander oder Schabzigerklee – bei Schabzigerklee handelt es sich um eine Gebirgspflanze aus dem östlichen Mittelmeerraum. Oft schmeckt das Brot sehr aromatisch nach Kümmel; die Zusammensetzung und auch die Form des Brotes unterscheiden sich jedoch von Bäckerei zu Bäckerei und von Region zu Region.

Das Schüttelbrot wird traditionell mit Tiroler Speck und Käse gegessen und ist in Südtirol seit jeher eine beliebte Zwischenmahlzeit (Marenade). Es eignet sich auch hervorragend als Proviant für Wanderungen oder längere Reisen. Da es keinerlei chemischen Zusatz und Konservierungsstoffe enthält, ist es ideal für gesundheitsbewusste Menschen. Auch stärkt es durch seine Knusprigkeit das Gebiss, enthält praktisch kein Fett und ist leicht verdaulich.

Das Brot ist aufgrund seiner Härte und Zusammensetzung sehr lange haltbar. Sein Ursprung liegt in Völs am Schlern. Die Bergbauernhöfe jener Zeit buken höchstens zweimal jährlich Brot, daher war das lange haltbare Fladenbrot gegenüber anderem Brot sehr vorteilhaft. Die flache Form war dabei zusätzlich praktisch für das Trocknen und Aufbewahren.

Der Name des Brotes rührt daher, dass man den benötigten Teig vor dem eigentlichen Backen durch Schütteln auflockert; dabei entsteht auch gleichzeitig die charakteristische Fladenform. Im Ausland verkauft man das Brot unter der Schutzmarke "Südtiroler Schüttelbrot".