Auf den Spuren der Dolomiten – das Dolomythos in Innichen

Ich bin vor kurzem in Innichen gewesen und habe mir das Museum Dolomythos angesehen. Wirklich beeindruckend und auf jeden Fall eine ‚Reise‘ wert!

Letztens hat mich ein Freund gefragt, ob ich nicht mit ihm einmal das Museum über die Dolomiten ansehen wolle. Hm, ich dachte mir, das hatten wir doch schon oft, da muss ich nicht wieder in eins. Doch dieses Mal war ich sehr überrascht.

Bei dem Dolomythos handelt es sich um das größte Museum rund um die Dolomiten. Es wurde 1995 von Michael Wachtler eröffnet und ist seit dem ein magnetischer Anziehungspunkt für alle, die es wissen wollen.

Hier lernt man wirklich alles, von der Entstehung bis zur Moderne. Ausgestorbene Pflanzen und Tiere werden mir gezeigt, über mystische Tiere berichtet, es gibt Film- und Bilddokumentationen und zahlreiche Kuriositäten. Hier hat sich wer wirklich Mühe gemacht und viel Liebe in ’seine‘ Welt gesteckt.

Es gibt mehrere Ausstellungen. Darunter, unter vielen anderen, geht es um die Dinosaurier, die hier einst lebten. Um die immer noch wichtigen Sagen, die um die Dolomiten ranken. Die Kristallwelten werden gezeigt und aufgegriffen. Die Entstehung der einzigartigen Landschaft wird wunderbar veranschaulicht. Natürlich dürfen Kinder auch auf Schatzsuche gehen. Und es wird ebenfalls von dem größten Goldfund in den Dolomiten erzählt. Diese wurde nebenbei gesagt, von dem Besitzer selber entdeckt. 30 kg reines Gold.

Interessant fand ich den Film um die Klimaerwärmung. Wie sehr er das Bild der Berge verändert, was alles kaputt geht und vor allem wird einem klar, was das Eis alles zusammenhält.

Michael Wachtler selber ist ein Forscher, der seine Bergwelt genauestens erkundet und entdeckt. Es gibt sogar eine Tierart, die nach ihm benannt wurde: der Urahn der Schlangen und Eidechsen von heute, die Megachirella Wachtleri.

Sehr spannend fand ich auch das Thema um Kräuter und andere Heilpflanzen, die hier gesammelt und genutzt wurden und heute wieder werden.

Bei den Talismanen, die oft den Toten als Grabbeigabe dazu gelegt wurden, aber auch von den Lebenden getragen und zum Schutze vor bösen Geistern oder als Glücksbringer genutzt, habe ich automatisch an meinen eigenen gedacht, den ich schon seit über 30 Jahren trage.

Das Museum ist das ganze Jahr geöffnet und hat nur wenige Ruhetage im Frühjahr und Herbst. Es gibt übrigens auch ein Hotel und Restaurant, dass dem Besitzer gehört. Seine zahlreichen Entdeckungen und Funde kann man im Internet nachlesen. Und wer was wissen will über die Dolomiten, braucht Michael Wachtler nur zu fragen, er weiß garantiert die Antwort.

eure Anna

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Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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