Wanderung auf die Schlernbödelehütte – Seiser Alm – Die Geschichte der Dolomiten

Mein erster persönlicher Blog-Post: ich bin aufgeregt. Was wird das für eine Wanderung? Eine ganz andere jedenfalls zu meinen sonstigen. Wo ich normalerweise in die Natur gehe, Gesteine inspiziere oder in einem See bade, muss ich hier meine Erlebnisse schriftlich festhalten. Dabei sollen meine Finger munter über die Tastatur flitzen und meinen hoffentlich bald zahlreichen Lesern einen Pfad aufzeichnen. Welch ein Abenteuer!watch full film Raw online

Prossliner Schwaige Wetterkreuz

Und so werde ich als erstes auch eine meiner ersten Wanderungen beschreiben, die mich eigentlich zu meiner Liebe zur Geologie gebracht hat. Denn bis dahin war es eine verborgene Leidenschaft. Meine erste Wanderung ging mit Freunden in das Frötschtal.
Freunde von mir riefen mich an einem Samstag Abend an und fragten, ob ich nicht Lust hätte, mit ihnen eine Wandertour zu machen. Sie wollten einmal ins Frötschtal und den Geologensteig entlang wandern.
Da ich mich für Geologie interessiere und Wandern Bewegung an der frischen Luft bedeutet, willigte ich ein.
Und so ging es am Sonntag Morgen früh los. Wir sind nach Bad Ratzes in Seis am Schlern gefahren.

Hier haben wir geparkt und sind dann der Markierung 1/1a folgend über den Frötschbach gefolgt. Auf der bleiben wir auch während der ganzen fast 9,5 Kilometer langen Wanderstrecke.
Das tolle ist, dass es insgesamt 10 Informations-Stationen gibt. Diese zeigen an verschiedenen Gesteinsschichten die Entstehung der Dolomiten. Wie sie nach der großen Eiszeit durch Gesteinsverschiebungen entstanden sind, dass sie ursprünglich einmal ein Korallenriff waren und vieles mehr.
Wir sehen die unterschiedlichsten Gesteinsformationen, Vulkangestein wie Sedimentgestein, Ablagerungsgestein und neuzeitliche Ablagerungen. Wie sich die Berge aufgebaut haben, sie sie sich in einander geschoben haben.
Ich bewundere den wunderbaren Wasserfall und bin überwältigt.. auch von der Ansteigung, die zur Schlernbödelehütte führt, die meine Freunde einschlagen. Aber für mich als Vielschwimmerin alles kein Konditionsproblem. Doch die Pause danach kommt auch mir recht.
Weiter geht es an der Prossliner Schwaige und dann wieder talwärts. Insgesamt haben wir dann nicht ganz 700 Höhenmeter bewältigt.

Ich war wirklich total begeistert nach dieser Wanderung und wollte einfach mehr erfahren über die Dolomiten, deren Geologie und habe beschlossen, ich habe ein neues Hobby: Geologiewandern. Und genau das möchte ich in diesem Blog euch näher bringen und vielleicht den einen oder anderen animieren, sich auch näher mit seiner unmittelbaren Umgebung und deren Geschichte zu befassen.
Wer kennt die Dolomiten? Wer wandert dort auch gerne? Schreibt mir doch, wo ihr schon wart und wo ich unbedingt mal wandern sollte.

eure Anna

Erratischer Dolomit-Block Cionstoan Seiseralm
Fotos von Wolfgang Moroder. [CC BY-SA 3.0 or GFDL], via Wikimedia Commons

Veröffentlicht von

Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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