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Nur bestes Getreide verwendet man in Südtirol für das tägliche Brot. Seit Jahrhunderten werden die selben Rezepte benutzt und bringen ein traditionelles, landestypisches Brot. Mehl, Sauerteig, Wasser, Salz, Hefe und Gewürze machen das Brot knusprig und einzigartig. Ideal zu den deftigen südtiroler Gerichten, dem leckeren Käse und den tollen, fruchtigen Marmeladen. Um so ein Brot auch zuhause vielleicht einmal selber zu probieren, kann man in Karneid in dem Gasthaus Untereggerhof an einem Brotback-Mittag teilnehmen. Jeden ersten und dritten Freitag in den Sommermonaten wird hier zusammen mit Gästen frisches Brot gebacken. Nichts ist leckerer, als der Geruch von frisch gebackenem Brot, ein Scheibe Speck oder Schinken auf einer warmen, noch dampfenden Scheibe. Sind die Brote fertig, werden sie selbstverständlich auch gleich probiert. Mit frischer Butter und Bauernkäse. Dazu gibt es ein Glas Südtiroler Wein. Im Urlaub Brot backen lernen – eine tolle Abwechslung!

Das Brillenmuseum

By on Mai 16, 2013

Seit mehr als 100 Jahren werden in Cadore Brillen hergestellt. Da liegt es nahe, dass es hier auch ein Brillenmuseum gibt. Seit Jahrhunderten gibt es Sehhilfen. Aus den einstigen geschliffenen Kristall ist die heutige Brille entstanden. Die schon längst auch ein Modeaccessoire geworden ist. In dem Brillenmuseum in Cadore kann man mehr als 2.000 Brillen bewundern, die vom Mittelalter bis in die heutige Zeit reichen. Viele der Brillen gerade zu damaliger Zeit, sind wahre Kunstwerke. Sie wurden nicht nur als Sehhilfe benutzt, sondern zeigten mit reichen Verzierungen auch oftmals den Status des Besitzers an. Aus französischer Herstellung stammen die so genannten ”fassamani”, die aus Gold und Edelsteinen sind. Englische Kreationen zeigen durchbohrtes Elfenbein, während die Chinesen selbst aus Jade und Gold wahre Schmuckstücke schufen. Spazierstöcke mit eingebauten Ferngläsern, Elfenbeinfächer und vieles mehr wird gezeigt. Das Brillenmuseum liegt in Pieve di Cadore bei Belluno.

Der Dom in Brixen

By on Mai 13, 2013

Er gehört zu den schönsten sakralen Bauten im Alpenraum: der Dom von Brixen. Offiziell heißt er ”Dom Mariae Aufnahme in den Himmel und St. Kassian zu Brixen”. Er ist eine Basilika Minor und eine Kathedrale und die ranghöchste Kirche in ganz Südtirol. An dem Ort des heutigen Doms steht bereits seit vor 990 ein sakraler Bau. Der barocke Bau wurde 1758 geweiht, ist 62 m lang, 21 m breit und ganze 22,7 m hoch. Die Deckenfresken sind von Paul Troger, es gibt Galerien von Joseph Stapf und eine Madonnenstatue von Hans Leinberger. Insgesamt zählt der Dom 10 Altäre, wobei der Hochaltar von Theodor Benedetti von 1753 der bedeutendste Barockaltar in Tirol ist. Die Domorgel besteht aus einer Hauptorgel und einer Chororgel. Zahlreiche Bischöfe wurden hier beerdigt. Beeindruckend sind auch die Fresken im Kreuzgang. Desweiteren gibt es noch eine Frauenkirche und die Johannes-Kapelle. Letztere war Taufkapelle und bischöfliche Hofkapelle.

Fliegende Juwelen in Teis

By on April 26, 2013

Seit Ende März gibt es im Mineralienmuseum in Teis eine sehr spannende Ausstellung: Fliegende Juwelen. Hierbei dreht es sich um die Symbiose von Mineralien und Insekten. Die Faszination liegt in der Ähnlichkeit in Farbe und Struktur von Käfern und Schmetterlingen  zusammen mit Steinen und Erzen. Mineralogie und Entomologie finden hier zusammen und zeigen ein einzigartiges Farbenspektakel mit den kuiosesten Strukturen und Formen. Belebte und unbelebte Natur sind eng miteinander verbunden. Mit Hilfe von Videos und Mikroskopen bekommt man noch tiefere Eindrücke. Die Fundstücke sind aus der ganzen Welt zusammengetragen worden und stehen jetzt hier als Leihgabe zur Verfügung. Die Ausstellung findet im Rahmen des Museumsobjektes 2013 statt und ist eine von mehr als 90 Aktionen, die in den südtiroler Museen über das ganze Jahr verteilt laufen. Das Motto ist “1000+1 Dinge erzählen Geschichte”. Die Ausstellung ist noch bis zum 3. November in Teis zu besichtigen.

Marcialonga Cycling Craft

By on April 18, 2013

Fahrradfahren im Fassatal gehört zu den schönsten Sportarten. Erfordert aber auch gute Kondition. Und genau die wird auf dem Marcialonga Cycling Craft gebraucht. Denn hier geht es um 66 Kilometer Rennstrecke. Oder für die ganz geübten sogar 116 Kilometer. Dabei geht es jedoch durch eine idyllische Landschaft und herrliche Natur. Denn es geht durch den Naturpark des Monte Corvo. Der Start ist am 26. Mai morgens um 8.30 Uhr in der Piazza SS. Filippo e Giacomo in Predazzo. Von hier aus geht es durch den Naturpark und über die Pässe Pampeago und Costalunga. Der schnellste wird gewinnen. Mitmachen kann jeder, der eine gute Kondition hat und sich den Anforderungen  meint, stellen zu können. Mit dabei sind auch zahlreiche professionelle Athleten, die aus dem Skisport oder auch Rennsport kommen. Hier misst man sich also mit großen Sportlern. Für Anmeldung und detaillierte Informationen auf www.marcialonga.it gehen.

Flohmarkt

By on April 11, 2013

Auf einem Flohmarkt findet man immer etwas. Sei es das lang gesucht Sammlerstück, ein tolles kleines Mitbringsel oder aber etwas passendes für einen selber. Und gerade wenn man im Urlaub ist, sieht man hier garantiert etwas ganz besonderes. In Feltre, in der Provinz Belluno, findet von April bis Dezember ein schöner Flohmarkt statt, immer am zweiten Sonntag des Monats. Dabei kann man hier genauso antikes wie Kitsch und Selbstgemachtes finden. Der Ort möchte so den Einwohnern helfen, weniger wegzuschmeißen und ganz einfach durch den Austausch alter Gegenstände – geltlich oder unentgeltlich – neue Verwendung für diese zu finden. Doch es ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Flohmarkt. Es werden zu dem auch musikalisches, kulturelles und künstlerisches geboten. Also eher ein Fest als nur ein simpler Flohmarkt. Das erste Datum dieses Jahres ist am 14. April, das letzte am zweiten Advent im Dezember. Ideal, um Land und Leute kennenzulernen und ein Mitbringsel zu finden.

Cortinametraggio

By on April 4, 2013

Der Kurzfilm unterscheidet sich vom ‘normalen’ Langfilm nur in seiner Länge. In Cortina wird vom 13 bis 17 April der Cortinametraggio vorgestellt, ein Event, der schon seit Ende der 90er Jahre im Programm ist. Zu den Projektionen der Kurzfilme werden zahlreiche Diskussionsrunden und Workshops angeboten. Ein besonderes Highlight sind die Vorsprachen heute bekannter Persönlichkeiten in Film und Fernsehen. Der Event findet an mehreren Orten statt. Im Hotel Cortina gibt es jeden Abend Diskussionen und Treffs. Jeden Abend gibt es eine Projektion sowie ein spezielles Highlight im Cinema Eden. Am letzten Abend gibt es danach die Ehrung des besten Films sowie eine Feier im Croda Caffé. Der Cortinametraggio legt dieses Mal ein besonderes Augenmerk auf die Booktrailers. Sie sind Kurzfilme, die ein Buch vorstellen – ähnlich der Trailer eines Films. Sie sollen so neugierig auf das Buch machen und neue Leser anziehen. Mehr auf der eigenen Homepage, sowie auf Facebook und Twitter.

Ostern in den Bergen

By on März 28, 2013

Gerade in den Bergen, wo oft Jahrhunderte lang die Zivilisationsentwicklung kaum gegenwärtig war, haben sich bis heute zahlreiche Bräuche gehalten. Dazu zählen auch viele gerade jetzt zur Osterzeit, einem der wichtigsten christlichen Feste. Am Palmsonntag, eine Woche vor Ostern, werden Palmbesen aus Oliven-, Weiden-, Erika- oder Buchsbaumzweigen an langen Stöcken gebunden, mit denen symbolisch dem Einzug Jesus gehuldigt wird. Am Gründonnerstag werden die Eier eingefärbt. Zusammen mit Schinken und Gebäck werden sie am Sonntag in einen Korb gelegt und in der Kirche geweiht. Danach wird ‘gepeckelt‘: jeweils zwei versuchen das Ei des anderen mit dem eigenen kaputt zu schlagen. Das Ei, das ganz bleibt, gewinnt. Fochaz beschert Kindern von ihren Pateneltern ein Brotgeschenk mit einem eingebackenen Geldgeschenk.

Food design

By on März 20, 2013

Beim Besuch einer der historischen Städte im nahen Dolomitenraum sollte man einen Abstecher nach Rovereto machen. Die mittelalterliche Stadt hat zu den historischen Bauten noch bis Anfang Juni etwas ganz besonderes zu bieten: das Food Design – Der Geschmack nimmt Form an. Unter diesem Motto wird in dem Museum Mart eine Austellung über Food Design gezeigt, Farben und Formen sind hier im Vergleich mit anderen Bereichen der zeitgenössischen Kreativität aufgezeigt. Vorgestellt wird aber nicht nur essbares, sondern auch Rezepte, Patente, Fotos und Bilder und vieles mehr. Dazu finden Koch-Shows statt, an denen man sogar teilnehmen kann. Die Ausstellung ist nach Themen gegliedert und zahlreiche, renomierte Chefs zeigen hier ihre Ideen sowie ihr Können. Das Museum ist täglich ausser montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, die Koch-Shows sind jedoch nur an bestimmten Abenden. Wer mitmachen möchte, muss sich vorher anmelden. Eintritt ins Museum 7 €, zu den Koch-Shows 30 €.

Essen auf ladinisch

By on März 14, 2013

Jede Region hat seine ganz eigene Küche und kulinarischen Spezialitäten. So auch die ladinische, die es in nur noch wenigen Tälern der Dolomiten gibt. Vom 17. bis zum 22. März findet in Moena eine eno-gastronomische Woche statt. Mehrere Restaurants laden ein, ”zu Tisch mit der Fee der Dolomiten” zu speisen. So nennt sich die Veranstaltung, die bereits das 20. Mal stattfindet und von den Chefköchen der ”Ristora Moena”  ins Leben gerufen wurde. Es nehmen mehrere Restaurants an dem Event teil und bieten jeden Abend ein typisches Gericht der traditionellen fassaner Küche an. Dazu gibt es die besten Weine aus dem Trient. Die ladinische Kultur ist nur noch in vier Tälern der Alpen vertreten, doch trotzdem wird immer noch ihre Sprache gesprochen, ihre Traditionen jedes Jahr aufrecht erhalten. So ist es auch in der Küche, die viele Spezialitäten bietet. Eine Anmeldung ist jeweils vorher erforderlich.

Dolomiti Ski Jazz

By on März 7, 2013

Wer noch nie in den Bergen gestanden hat und den Klängen eines Saxophons gelauscht hat, sollte das dieses Jahr unbedingt tun. Es gibt kaum größere musikalische Emotionen, als in der freien Natur zu stehen, die Akustik der Berge gibt eine einmalige Resonanz. Das Dolomiti Jazz findet vom 9. bis 16. März im Fleimstal statt. Die Ortschaften Ziano, Castello-Molina, Moena, Tesero, Predazzo und Cavalese laden zu außerordentlichen Jazzklängen ein. Es ist eine der wichtigsten musikalischen Veranstaltungen im Alpenraum, so außergewöhnlich wie es nur sein kann. Schwarze Musik mit all ihrer Kraft und Tiefe in schneebedeckten Bergen.. Dabei sind Almen, Ski- und Schutzhütten, aber auch Pubs, Nachtlokale und Schulen Veranstaltungsorte und laden zu zahlreichen Konzerten ein. Zu den Artisten gehören italienische sowie internationale, die ein breite Brandbreite an Musik anbieten. Tickets bekommt man im Tourismusbüro in Cavalese oder im Tourismusbüro in Predazzo. Die Preise variieren zwischen 10 und 15 €, 25 € für alle Konzerte.

Nordic skiing

By on Februar 28, 2013

Der nordische Skilauf ist nicht nur in Skandinavien eine beliebte Sportart. Auch in den Alpen wird er gerne und auch oft praktiziert. Der Langlauf unterscheidet sich dabei in sofern, dass fast ausschließlich auf ebener Fläche gelaufen wird und die Beine so ständig in Bewegung sind. Es werden aber auch Höhen überwunden. In Cogolo (Vormittags 10 – 12 Uhr) und Vermiglio (Vormittags 14 – 16 Uhr) jeweils Montags kann man diese Art des Skifahrens noch bis zum 8. April gratis kennen lernen. Das Val di Sole bietet bis zu 55 Kilometer Langlaufstrecken. Dazu findet man auch Räumlichkeiten, um die Skier zu wachsen oder sich auszuruhen, und natürlich Skischulen und hervorragende Skilehrer. Vermiglio und Cogolo sind die wichtigsten Langlaufzentren im Tal. Es gibt nicht nur jeweils zwei Stunden kostenfreien Unterricht, sondern auch der Verleih der entsprechenden Ausrüstung ist inbegriffen. Für genaue Informationen und die vorherige Anmeldung am besten an das Nordic Skiing Center Cogolo oder das Nordic Skiing Center Vermiglio wenden.

Auch für Nichtsportler ist dieses ein Event, den man nicht verpassen sollte. Die Eröffnungsfeier in Trient zur FIS Nordic WM Ski Fiemme 2013. Die gesamte Altstadt erstrahlt in Lichterglanz und Sportler aus 50 Ländern halten Einzug. Um 18 Uhr wird die Nordische Skiweltmeisterschaft offiziell eröffnet und findet zum dritten mal im Fleimstal statt. Sport, Musik und Solidarität stehen hier im Mittelpunkt. Über die Via Belenzani ziehen sie mit ihren Länderfahnen bis zum Domplatz. Vor historischer Kulisse und atemberaubenden Blick auf die Berge findet hier ein reichhaltiges Programm statt. Es wird nicht nur die Hymne gespielt, sondern es wird auch ein Klavierspieler mit seinem Piano über den Platz schweben, der Kirchturm erklimmt und vieles mehr. Es sind nicht nur die Persönlichkeiten des Sports, sondern auch zahlreiche, weitere Gäste erwartet. Die Sportler, die in den nächsten tagen ihr ganzen Können zeigen, werden so gebührend begrüßt.

Erholung auf der Seiser Alm

By on Oktober 1, 2012

Sie ist die höchste Hochalm Europas und gehört zu den schönsten Landschaften im ganzen Alpenraum: Die Seiser Alm. Sie liegt eingebettet zwischen Schlern und Rosengarten in den Südtiroler Dolomiten. Hier beginnt der Naturpark Schlern-Rosengarten, eines der schönsten Wandergebiete. Nur knapp 40 km von Bozen entfernt ist die Verbindung zu Nord und Süd perfekt und bietet gleichzeitig vielseitige Abwechslung in der Freizeitgestaltung zwischen Natur und Kultur. Von Frühling bis Herbst kann man hier herrlich wandern, im Winter reizt die Landschaft mit Skipisten. Romantische Dörfer laden zum Entdecken und Bummeln ein, das nahe Bozen zu Museen- und Theaterbesuch. Die südtiroler Küche bietet wahre Gourmet-Freuden, die Weine aus der Region sind legendär. Urlaub mit der Familie oder zu zweit ein romantisches Wochenende: die Seiser Alm ist für jeden ideal. Ein 4-Sterne-Hotel auf der Seiser Alm bei abinea.com buchen und ab in einen unvergesslichen Urlaub!

Nicht nur die Ausstattung des Hotels trägt zur optimalen Erholung bei, sondern vor allem auch die wundervolle Naturlandschaft in 1080 Meter erfischender Höhenlage. Das Hotel liegt im idyllischen Ski- und Wandergebiet der Dolomiten und bietet Wanderern, Bikern und Skifahrer den optimalen Ausgangspunkt für Sommer- und Winteraktivitäten. Viele Wanderwege beginnen direkt am Hotel und führen vorbei an, den für Südtirol so typischen Almhütten, auf denen man wunderbar Rast machen kann. Ebenfalls verfügt das Hotel eine direkte Anbindung an die Skigebiet Grödental und Seiser Alm.

Haben Sie heute schon getörggelt?

By on September 21, 2012

Ach, Sie wissen gar nicht was das ist? Das Törggelen gehört zu den ältesten Brauchtümern der Bauern und Winzer in Südtirol. Zu der Zeit zwischen Anfang Oktober und Adventszeit wird in geselliger Runde der junge Wein verköstigt. Aber nicht in der Enothek, sondern beim Essen.

Der besondere Name leitet sich aus dem lateinischen ‘torquere’ ab. Das heißt so viel wie pressen, drehen, was die Weinherstellung beschreibt. Das Torculum war also der Keller, wo Wein produziert wurde. Auf südtirolerisch klingt es fast genauso: Torggl. Und hier im Torculum oder Torggl fanden früher die Mahlzeiten der Bauern und Winzer statt. Alle zusammen saßen sie an einem großen Tisch und tranken den gerade eben vermosteten und angegorenen Wein und aßen dazu Speck, Kaminwurzen (eine Wurstart), dunkles Roggenbrot, Kastanien, Nüsse und süße Krapfen.

Entstanden soll die Tradition der Sage nach im Eissacktal. Dabei wurde hier gar nicht so viel Wein angebaut. Doch die Bauern schickten ihre Tiere auf die Weiden der Bergbauern und wollten sich so im Herbst bei den Weidebauern mit ihrem frisch vergorenen Wein bedanken. Eine weitere Erklärung ist aber auch, dass den helfenden Bauern eben eine Mahlzeit geboten wurde und da das nächste Getränk neuer Wein war, gab es den zum Essen.

Typisch zum Törggelen sind die Kastanien. Jetzt im Herbst sind sie reif, werden geerntet und gehören zu Herbst und Winter wie die bunten Blätter. Kinder basteln mit ihnen, aber die Esskastanien sind ein wahrer Genuss. Geröstet, gekocht, als Brot verbacken, als Süßspeise – die Kastanie als Nahrungsmittel geht bis in die Langobardenzeit zurück.

Wenn Sie auf einem heutigen Törggelen, die zwar immer noch Brauchtum, aber vor allem auch eine große touristische Attraktion in den südtiroler Dörfern sind, beiwohnen, bekommen Sie den Siaßer – süßer Most – und Nuier – jungen Wein – zu trinken. Dazu gibt es deftiges wie Gerstensuppe, Surfleisch, Würste aller Art, Knödel, Sauerkraut und volle Schlachtplatten. Süße Krapfen und geröstete Kastanien bilden den krönenden Abschluss.

Törggeln kann man in fast allen Dörfern. Bekannt ist das Klausner Gassltörggelen, wo in den alten Gassen des Ortes lange Tische aufgestellt werden und sich alle hier versammeln. Dazu gibt es ein tolles Rahmenprogramm mit Musik und Folklore. Die Törggele-Königin wird zum Abschluss auch noch gekrönt. Ebenso findet im Dorf Tramin so ein großer Event statt. Zwei Tage lang wird gefeiert, gegessen und Neuwein verköstigt. Meran, Naturns, Patschins, Schenna, Algund sind zum Beispiel Orte im Meraner Land, wo man an diesem einmaligen Ereignis teilnehmen kann. Einfach beim Tourismusamt oder im Hotel nachfragen.