Der Strudelkopf im Höhlensteintal

Das Höhlensteintal oder auch Val di Landro auf italienisch, ist eines der unberührtesten und schönsten Täler im Osten Südtirols. Und hier habe ich eine Wanderung gemacht.

Es ist die sprachliche Grenze zwischen des deutschen und ladinischen Kulturgebietes und wird von mehreren Naturparks umschlossen: dem Naturpark Fanes-Sennes-Prags und dem Naturpark Drei Zinnen. Im Tal befindet sich der Toblacher See, der Dürensee und der Misurinasee, an denen ich schon mehrmals war.

Das Tal hat seinen Namen von der Dolomitenhöhle, durch den die Rienz fließt. Geschichtlich interessant hier im Tal sind auch die Befestigungsanlagen, die Teil des Südtiroler Alpenwalls sind.

Durch das Höhlensteintal kommt man, wenn man von Cortina d’Ampezzo nach Belluno fährt. Die 15 km werden von den hohen, schroffen Dolomitengipfeln wunderbar umschlungen. Wer gerne klettert, findet hier den Klettergarten Höhensteintal Franchi.
Um auf den Strudelkopf zu kommen, gibt es mehrere Wege. Über die Plätzwiese ist der am meisten genutzte. Wir sind ab Toblach bzw. dem Hotel Drei Zinnen aus gegangen.

Hier kann man parken und den Weg 34 nehmen. Dabei passiert man auch den Klettergarten. Man kommt durch Wald und Wiesen, die im Juli reichlich blühen. Da hier der Alpenwall entlangführte, sind natürlich auch immer wieder Zeugen dieser Zeit von hier aus zu sehen.
Ungewöhnlich ist die Holztreppe, die wir aufsteigen, die aber recht bequem ist. Der darauffolgende Tunnel, wenn auch kurz, ist ebenfalls interessant. Spannend ist dann auch der Holzsteg, mit Drahtseilen gesichert. Ansonsten ist der Wanderweg allerdings recht bequem und perfekt für weniger abenteuerliche Wanderer.

Beeindruckend finde ich das Heimkehrerkreuz auf dem Gipfel des Strudelkopfes. Hier befinden wir uns übrigens schon auf 2.300 über dem Meeresspiegel. Der Ausblick von hier ist wundervoll und zeigt die ganze Pracht unserer traumhaften Bergwelt.

Den Abstieg machen wir über denselben Weg, wie wir hoch gekommen sind. Eine andere Möglichkeit wäre die Plätzwiese, dann müssten wir allerdings mit dem öffentlichen Bus nach Toblach zurückfahren, wo wir unser Auto stehen haben.

Immerhin alles in allem eine ca. 6-stündige Wanderung. Wir hatten Proviant mit und haben auf dem Strudelkopf gepicknickt. Ein schönerer Picknick-Platz ist fast nicht möglich.

eure Anna

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Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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