Die fünf Tibeter und ich

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Eigentlich ist Yoga so gar nicht mein Ding. Aber ich lasse mich dieses Jahr von Südtirol Balance inspirieren und auch mitreißen. Ich will einfach mehr ausprobieren. Und so ließ ich mich zu einem Blinddate mit gleich fünf Tibetern ein.

An einem Dienstag traf ich mich mit einer Freundin am Völser Weiher in Völs am Schlern. Hier sollten wir – zusammen mit einigen weiteren – fünf Tibeter kennen lernen. Ich wusste bis dahin nichts von diesen Yogaübungen, da ich auch kein großer Yoga Fan bin. Doch jetzt sollte ich etwas ganz Neues kennen lernen.
Wir trafen uns am späten Nachmittag für gut eine Stunde, um zu lernen wie wir nicht nur unsere Muskeln entspannen, sondern auch gleichzeitig viel für unsere Atmung tun und unseren Stress abbauen können. Sogar Fett wird mit Yoga zur Vergangenheit. Ich war gespannt, meine Freundin hatte da schon etwas mehr Erfahrung als ich.

Wir wurden sehr nett begrüßt, es gab ein paar gute Erklärungen, sehr schön und sachte erzählt. Ich fühlte mich weder überfordert noch gelangweilt. Vielmehr wurde mein Interesse geweckt.
Dann legten wir los. Insgesamt handelte es sich um 5 Übungen, die jeweils wiederholt wurden. Angeraten wird, sie jeden Tag zu machen, am besten immer zur selben Uhrzeit und nie mit vollem Magen. Mir fiel spontan der Morgen ein, noch vorm Frühstück, ähnlich wie der Sonnengruß. Mit dem die Yoga Übungen auch verglichen werden.

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Die erste Übung machten wir im Stehen und drehten uns im Uhrzeigersinn. –Wiederholen und achten Sie auf Ihre Atmung-. Danach ging es in die Liegeposition. Diese zweite Übung war schwerer und erforderte mehr Konzentration. -Füße in den Himmel, Kinn an die Brust, entspannen und ausatmen-. Puh… Die dritte gefiel mir schon wieder besser. -Hinknien und nach hinten beugen- Dabei immer ganz richtig atmen. Und immer auch mehrmals wiederholen. Ich blieb bei 3x, wir sollten die Übung so oft wiederholen wie wir uns dabei wohl fühlten. Die vierte war eine Rückwärts-brücke. Oh, das ging in Beine, Po und Arme. Ich stöhnte ganz schön, konnte die Konzentration fast gar nicht auf die Atmung verlegen, weil ich sie für meinen Körper brauchte.
Die letzte war dann noch mal anstrengend, sozusagen ein Push-Up. Ich ließ nach dem zweiten Mal meine Wenigkeit auf den Boden gleiten und blieb da erst einmal.

Wir lernten, dass Yoga in der Natur ganz besonders toll sein soll, am besten mit barfüßigem Kontakt zum Untergrund. Man soll sich nie überfordern, sondern die Übungen immer entspannt, gelassen und langsam machen. Schnell geht bei mir eh nichts. Ich war nach so kurzer Zeit vollkommen fertig mit der Welt und konnte mich nur schwer zum Gehen aufraffen. Aber immerhin kurbelte ich meinen Kreislauf an, half ich dem Körper beim Entgiften, stabilisierte ich mein vegetatives Nervensystem und brachte ich meinen Stoffwechsel auf Trab. So vieles, und genauso fühlte ich mich. Wow… sollte ich wirklich jeden Tag machen. Aber jetzt erst einmal nichts mehr….

eure Anna

Veröffentlicht von

Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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