Drei Pässe auf einmal

Heute möchte ich von einer Tour erzählen, die ich im Sommer gemacht habe. Wandern im wahrsten Sinne des Wortes, wobei fast schon Bergsteigen dabei war. Ich bin die 3 Pässe Tour gegangen, die zum Tschagerjoch, zum Cigoladepass und dem Vajolonpass führt und sich im Rosengarten befindet.

Zusammen mit einem befreundeten Ehepaar, die zur Zeit in Nova Levante zum Urlaub 

sind, bin ich diese teils anstrengende Tour gegangen. Gut sechseinhalb Stunden waren wir unterwegs, sind auf mehr als 2.500 Meter Höhe gelaufen und haben zeitweise sehr steile Abschnitte bewältigt. Allerdings sind wir auch schon recht hoch angefangen.


Los ging es an der Kölner Hütte. Um hierher zu kommen, sind wir bis zur Frommeralm gefahren und haben dort den Laurin-Lift genommen. An der Kölner Hütte waren wir schon auf 2.300 Meter über dem Meeresspiegel.

Was leicht ein paar Felsstufen begann, wurde schnell zur Illusion und ging in einen steilen Geröllweg über. Danach erreichten wir aber schon unseren ersten Pass, den Tschagerjoch, gut 300 m höher als wir gestartet sind. Die Marmolada, die man von hier aus sieht, ist wieder einmal der Beweis, in welch einer traumhaften Landschaft ich lebe!

Danach machen wir uns auf zur südlichen Seite und beginnen schon mit einem recht steilen Abstieg, der kräftig in die Waden geht. Danach geht es genauso steil wieder nach oben, in zahlreichen Kurven und wir bleiben alle mehrmals zum Verschnaufen stehen, die Landschaft genießend. So erreichen wir den Cigoladepass, gut 100 m tiefer als der vorherige Pass.

Meine Bekannten erklären mir die Berge, die ich sehe: die Rotwand, die Teufelswand, den Masarégrat und die Mugonispitzen. Für mich sehen alle gleich aus und faszinieren mich ebenfalls gleichermaßen.

Wieder geht es bergab und gleich danach wieder nach oben, zu unserem dritten und letzten Pass, den Vajolonpass. Hier wird noch einmal ausgiebig verschnauft, bevor es zum steilen Abstieg geht. Wir machen unser Wadentraining auf der Westseite des Passes und fast hat man gar nicht genug Muße, den wunderbaren Blick auf die Rotwand zu genießen.

Nach gut einer halben Stunde kommen wir auf den Hirzleweg an und gehen auf diesem zurück zur Kölner Hütte, unserem Startpunkt.

Wir haben gut 800 Meter hoch und runter bewältigt, was ich schon sehr viel finde. Die ganze Wanderung war nicht wirklich eine meiner leichtesten, aber ganz gewiss einer meiner schönsten. Wir hatten einen herrlichen Tag und die Panoramablicke auf die wirklich faszinierende Gebirgslandschaft ist beeindruckend.

eure Anna

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Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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