Michael Wachtlers Museum DoloMhythos in Innichen

Erst vor kurzem bin ich in dem gewesen. Und darüber möchte ich heute erzählen.

Ich habe letztens ein sehr interessantes Buch gelesen – „Ferò, l’uomo dei boschi“ von Michael Wachtler – und möchte über diesen wirklich interessanten Schriftsteller der Dolomiten ein paar Worte sagen.
Michael Wachtler wurde 1959 in Innichen geboren. Kristalle und Versteinerungen faszinierten ihn bereits im jugendlichen Alter und hier machte er bereits verschiedene Bergtouren mit seinem Mentor Nolli Huber. Dieser verunglückte aber, als Wachtler erst 25 war. Was ihn jedoch nicht davon abhielt, die Dolomiten und ihre Welt weiter zu entdecken und zu erforschen. Bald entdeckte er neue Arten von Koniferen und erforschte weitere Pflanzenarten. Dieses brachte er dann auch gleich zu Buche und drehte sogar Dokumentarfilme. Dabei geht es nicht nur um die Entstehung des Weltnaturerbes Dolomiten, sondern auch um Kristallsucher. In den Pragser Dolomiten entdeckte er Ende der 90er Jahre ein so genanntes Fossillager. Dieses gilt als die Wiege der Neuzeit, nach dem in der Perm-Trias-Übergangsphase mehr als 90 % aller Lebewesen ausgestorben waren. Den Grund kann man nur vermuten.

So entdeckte er unter anderem auch einen großen Goldfund, zu weiteren zahlreichen prähistorischen Pflanzen und Tieren.
2011 zieht er sich in die Wälder und Berge zurück und erforscht das Leben und Überleben in dieser Abgeschiedenheit. Zusammen mit dem Waldmenschen Féro Valentini schrieb er dann auch das von mir gelesene Buch.
Als ich letztens in Innichen war, habe ich das größte Dolomitenmuseum (so nennt es sich) besucht. Es liegt direkt im Zentrum. Auf 500 qm Fläche finde ich eine reichhaltige Sammlung rund um die Welt der Dinosaurier, die Geschichte, Sagen und Kristallwelten der Dolomiten, lerne über Kräuterhexen und Waldmenschen und stöbere im hauseigenen Store. Dabei setze ich mich dann auch gleich noch ein wenig ins Café und genieße einen Cappuccino, während ich über das viele Gelernte und Gesehene nachsinne.

Ich habe viel gelernt, vieles komplett neu entdeckt und so manches mal auch gestaunt. Die Dolomiten werden hier einmal ganz anders gezeigt und dargestellt, als in den meisten Museen. Eben doch ein privates, mit viel Hingabe und Liebe gestaltet. Dass der Besitzer sogar ein Anklageverfahren hat, weil er ungemeldete Dinosauriereier ausgestellt hatte, scheint diesen nicht wirklich zu tendieren. Denn er setzt sich nach wie vor vehement für den Erhalt dieses doch so artenreichen Lebensraum ein und versucht immer wieder, die Menschen zu sensibilisieren, dass sie die Natur erhalten und sie nicht mehr weiter zerstören.
Der Eintritt ist gerechtfertigt, die Ausstellung wirklich wunderbar gemacht. Auch Kinder finden hier eine interessante Welt der Sagen und Mythen, sie können auf Schatzsuche gehen und bestaunen Dinos, wie sie einst hier gelebt haben. Wer weiß, vielleicht inspiriert sich das eine oder andere Kind so sehr, dass es in die Fußstapfen Wachtlers geht. Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und ich werde gewiss mit Freunden noch einmal hier her kommen.

eure Anna

Veröffentlicht von

Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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