Rundwandern um den Geisler

Winterzeit ist für mich die Zeit, wo ich viele Wanderungen vom letzten Sommer oder Frühjahr ‚aufarbeiten‘ kann. Eine davon ist die wunderschöne Rundwanderung um den Geisler, die ich dieses Spätfrühjahr gemacht habe.

Eine Freundin hat mich im Mai besucht und wir sind viel wandern gegangen. Eine dieser Wanderungen ging nach Gröden auf den Rundwanderweg um den Geisler. Ganz besonders hat uns auf dieser Wanderung die Vielzahl an Pflanzen und Blumen überrascht. Zusammen mit der herrlichen Aussicht auf die Gipfelwelt, war es für meine Freundin eines ihrer absoluten Highlights ihres Aufenthalts bei mir.


Die Wanderung selber haben wir an der Bergstation der Umlaufbahn Col Raiser begonnen. Wir befinden uns hier schon auf mehr als 2.000 Meter über dem Meeresspiegel. Hier folgen wir dem Wegweiser zur Fermeda-Hütte, der Weg hat die Nr. 2. Diese erreichen wir auch schon nach weniger als einer halben Stunde. Wir steigen jetzt auf zum Cuca-Sattel. Auf halben Wege geht ein kleiner Weg ab, wir sind neugierig und folgen ihm. Wir finden einen kleinen See mitten in saftigem Grün eingebettet, in dem sich die Berggipfel spiegeln. Wir sind fasziniert und meine Freundin macht eine Reihe Fotos. Später erfahren wir, dass es sich um den Lech Sant handelte.

Wir gehen auf dem selben Weg zurück und folgen dem Steig weiter aufwärts. Vom Sattel steigen wir weiter auf, auf dem Weg Nr. 6, bis wir den Aussichtsgipfel Pic erreichen. Inzwischen sind wir fast auf 2.400 Meter Höhe. Man merkt es an der Luft, frisch, kühl, dünner.

Wir verharren hier eine Weile, weniger um viele Fotos zu machen, als vielmehr ein wenig bei diesem wunderbaren Anblick der Bergwelt zu meditieren. Als wir dann wieder herunter zum Sattel gehen, folgen wir weiter auf dem Weg Nr. 6 bis zu den Hütten Curona und Sofie.
Wir machen nochmals eine kleine Pause, bevor wir uns auf den Weg Nr. 1 begeben und so, über später den Steig 2B, dann zur Piera-Longia-Alm kommen.

Hier ist Betrieb, wir verweilen aber trotzdem ein wenig und nehmen eine Erfrischung, bevor wir weiter gehen. Denn von hier ist es knapp noch eine Stunde zurück bis zur Bergstation Col Raiser.

Wir waren nicht ganz 6 Stunden unterwegs in allem. Zusammen mit den zahlreichen Foto- und Genusspausen haben wir bestimmt 2 Stunden länger gebraucht als richtige Wanderer. Aber wir haben es genossen, besonders die zahlreichen Blumen und die satten Farben. Eine Wanderung, die sich wahrscheinlich auch im Sommer und Herbst lohnt, aber wohl am schönsten im Frühjahr ist.

eure Anna

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Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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