Beiträge zum Thema ‘ geschichte ’

KoetziDolomitenSeite1 150x150 Auf den Spuren der Vergangenheitaum ein Mann hat so viele Fans, so viele unterschiedliche Berufssparten, die sich für sein Leben – und seinen Tod – interessieren. Ötzi, der Mann aus dem Eis, wurde vor genau 20 Jahren entdeckt und erwachte so ein zweites Mal zum Leben. Auf einem Wanderausflug entdeckte ein deutsches Ehepaar die Mumie beim Tisenjoch oberhalb des Ötztals und seither ist er einer der gefragtesten Persönlichkeiten. Wissenschaftler aus aller Welt, Journalisten, ja sogar Künstler und Esoteriker beschäftigten sich mit ihm. Und Touristiker wussten, wie sie sich den Mann zu Nutze machen konnten und ziehen seitdem internationale Touristen nach Bozen in das Südtiroler Archäologiemuseum.

Um Ötzi ranken die tollsten Geschichten, um sein Leben, um seinen Tod und das er einen Fluch auf jeden auferlegt hat, der sich näher mit ihm befasst. Denn der Tod von Finder, Forscher und Journalisten ließ viele Spekulationen zu. Heute hat man ihm dank der modernen Techniken ein (vermutliches) Aussehen gegeben und man kennt seine Genkonstruktion. Ob man anhand dieser vielleicht Nachfahren finden kann? Er war kleinwüchsig, kräftig, mit langem Haar und Bart. Und wahrscheinlich ein Stammesanführer oder zumindest von Rang. Spannende Ideen und Entdeckungen, denen man in der Ötzi-Sonderausstellung auf die Spuren kommt.

Kontakt & Öffnungszeiten
Südtiroler Archäologiemuseum
Museumstraße
I-39100 Bozen
tel.+39 0471 320100
www.iceman.it
http://oetzi20.it

Dienstag – Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr, letzter Einlass: 17.30 Uhr
Am Montag geschlossen
Im Juli, August und Dezember ist das Museum auch am Montag geöffnet
An Feiertagen geöffnet
Am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember bleibt das Museum geschlossen.
Am 24. und 31. Dezember schließt das Museum um 15.00 Uhr (letzter Einlass: 14.30
Uhr)

Ampezzaner Dolomiten

By on Dezember 14, 2010

Zu den schönsten Naturereignissen in den Ampezzaner Dolomiten gehört der Fanes-Wasserfall: er ist dreistufig, jede ca. 50 m hoch. Doch die Landschaft besteht aus zahlreichen unterschiedlichen Ebenen: Täler und tiefe, enge Schluchten, wundervolle Wiesen, dichte und lichte Wälder, Gewässer und bizarre Felsformationen. Hier begegnet man oft den Rehen, kann Adler am tiefblauen Himmel ihre Kreise ziehen sehen und hört den Buntspecht im Wald klopfen. Selten begegnet man dem Braunbär, Luchs oder Goldschakal, die seit kurzem wieder hier in freier Wildbahn leben. Die Ampezzaner Dolomiten sind reich an Fossilien, die nicht nur die Paläontologen anziehen. So mancher Hobbygeologe ist den Dinosauriern schon auf die Spuren gekommen. Im ‘Museo de ra Regoles’ in Cortina kann man eine reichliche Fossiliensammung bewundern.

Pustertal

By on November 15, 2010

Das Pustertal ist ein Tal, das sich zwei Nationen teilen: Italien und Österreich. Es zieht sich zwischen den Städten Brixen in Italien und Lienz in Österreich – genauer Südtirol und Osttirol – von West nach Ost entlang. Meistenteils versteht man jedoch nur den südtiroler Teil als Pustertal. Bruneck, Olang, Toblach und Welsberg sind in Südtirol die wichtigsten Ortschaften, während in Osttirol Sillian, Innichen und Mittewald zu den Urlaubsorten gehören.

Zwischen 600 n. Chr. und 700 n. Chr. verteidigten die Baluwaren das Tal erfolgreich gegen die Alpenslawen und für fast 1.000 Jahre gehörte der Großteil zum Hochstift Freising. Zahlreiche Grafschaften herrschten hier, hinterließen ihre Spuren in Schlössern und Burgen, in Städten und Traditionen. Noch heute sieht man ihre Geschichte und ihren Machteinfluss auf das Leben im Tal. Zahlreiche Sagen umranken tiefe Täler, alte Burgruinen und die hohen Bergpässe.

Heute zählt das Pustertal zu den ersten Urlaubsgebieten im Alpenraum. Es gibt Unterkünfte jeglicher Art – vom Agritourismus bis zum Wohlfühl-Luxushotel – und das Freizeitangebot ist das ganze Jahr über sehr reichhaltig. Im Sommer wird gewandert, Rad gefahren und die Gipfel erstürmt, im Winter sind es die Skigebiete, die die zahlreichen Wintersportler anziehen. Auf dem Radweg Brixen-Lienz fährt man durch zwei Länder und merkt kaum den Unterschied. Kulturliebhaber finden in den Ortschaften und Städten zahlreiche Monumente, Kirchen, Plätze, Burgen und Museen. Auch die vielen Feste in den Sommermonaten bieten einen wunderbaren Einblick in Tradition und Kultur der Menschen im Pustertal. Interessante und teilweise internationale Events wie das Schneeskulpturen Festival, die Gustav Mahler Wochen oder das Baloon Festival ziehen aus aller Welt Neugierige und Liebhaber an. Der Naturpark Fanes – Sennes – Prags und der Pagser Wildsee geben Einblicke in die unvergleichliche Natur der Alpen.

Ferien mit der gesamten Familie, ein romantisches Wochenende zu zweit oder auch ein Seminarstreffen in interessantem Ambiente – hier findet man garantiert das Passende.

Die Dolomiten sind vor Millionen von Jahren entstanden. Mit der Gletscherschmelze entstanden tiefe Täler, die heute wahre Naturparadiese sind. So werden die Dolomiten im Westen vom Eisacktal und im Süden vom Etschtal eingesäumt. Im Norden befindet sich das schöne Pustertal, das sich zwischen Österreich und Italien ‘aufteilt’. Von hier aus geht es ins Gadertal, das durch den Grödner Pass mit dem gleichnamigen Tal verbunden wird. Hier befindet sich auch das Fassatal sowie das Fossom. Das Fleimstal ist mit dem Etschtal verbunden. Eggental, Tiersertal und Villnößtal sind Seitentäler des Eisacktals. Es gibt noch zahlreiche weitere kleinere Seitentäler, die teilweise durch ihre Unberührtheit und eine reichhaltige Fauna und Flora bestechen und die zum Wandern besonders schön sind.

Die Dolomitenbahn

By on Mai 26, 2010

Zwischen Calzalzo in der Provinz Belluno und Toblach in der Provinz Bozen pendelte einst die Dolomitenbahn. Sie war eine Querverbindung zur Pustertalbahn und Cortina d’Ampezzo war der wichtigste Ort auf ihrer Strecke. Die stillgelegte Trasse ist heute ein wunderbarer Wander- und Radweg. Der südliche Teil von Cortina d’Ampezzo aus ist fast durchgehend asphaltiert, während der nördliche Teil bis Toblach nur geschottert ist. Wodurch das Radfahren erschwert, das Wandern aber angenehmer ist. Die Tunnel auf der Strecke sind teilweise sogar beleuchtet. Wer im Winter kommt, kann auf dem Streckenteil zwischen Cortina und Toblach Langlaufski fahren, denn die Tunnel werden künstlich ‘beschneit’. Die ehemaligen Bahnhofshäuser sind alle noch erhalten, teilweise in Privatbesitz und teilweise ihrem Schicksal überlassen.

Berge sind geheimnisvoll, in Tälern wohnen Trolle und an Flüssen leben Nymphen. Auch die Dolomiten haben unzählige Sagen und Legenden, die teils heute noch erzählt werden. Schon im 17. Jahrhundert wurden die ersten aufgezeichnet. Die Dolomitensagen der Ladiner bilden eine Untergruppe und sind separat zu betrachten. Die bekannteste aller ist wahrscheinlich die des König Laurins und seinem Rosengarten. Karl Felix Wolff hat am Anfang des letzten Jahrhunderts die Sagensammlung „Dolomitensagen“ herausgebracht. Ulrike Kindl hingegen hat die „Märchen aus den Dolomiten“ gesammelt. Eine etwas ungewöhnliche Sammlung ist die des Willi Mai, der mitten im zweiten Weltkrieg mit einem Tonbandgerät Erzählungen, Sagen und Schwänke aufnahm. Sein erster Band – erst kürzlich erschienen – umfasst das Wipptal, Pustertal und das Gadertal.

Laurin, König eines Zwergenvolkes, besaß den schönsten Rosengarten mitten in Bergen. Als die schöne Similde verloben wurde, wurden alle wichtigen Persönlichkeiten eingeladen – außer Laurin.  Er kam mit Tarnkappe, verliebte sich jedoch in das schöne Mädchen und raubte sie. Der Ritter Dietrich von Bern kam zu ihrer Befreiung und besiegte den Zwergenkönig, der sich trotz Tarnkappe durch die Bewegung der Rosen verriet. Dieser belegte den Garten mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht sollte jemals ein Menschenauge seine Schönheit nunmehr erblicken. Er vergaß jedoch die Dämmerung…. Eine wunderschöne Geschichte, um ein einzigartiges Phänomen zu erklären: das Alpenglühen. Das Hotel am Rosengarten Dosses gibt die Möglichkeit, dieses immer wiederkehrende Wunder zu erleben. Natürlich gibt es auch eine ganz ‘nüchterne’, wissenschaftliche Erklärung. Die Mineralbestandteile im Stein lassen bei einem bestimmten Lichteinfall alles in Rosa erscheinen. Aber sind Legenden und Sagen nicht viel schöner? Ein Urlaub im Hotel am Rosengarten jedenfalls gibt mehr Aufschluss!

Ein Ire auf dem Monte Pelmo

By on März 30, 2010

Mehr als 3.160 Meter ist der Gipfel des Monte Pelmo hoch und es war ein Ire, Sir John Ball, der ihn als erster 1857 bestieg. Damit war er der erste Mensch überhaupt, der einen Dolomitengipfel erreichte. Den Pelmogletscher, über den er nach oben stieg, gibt es heute jedoch nicht mehr. Aber man hat Dinosaurierspuren in Felsen entdeckt. Die Einheimischen nennen diesen geschlossenen Block auch ‘Götterthron’. Wanderer finden gute Wanderwege von Città di Fiume über das Forcella Val d’Arcia bis zum Rif. Wer den Gipfel erobern will, sollte gut gerüstet und sehr erfahren sein. Wichtig sind hier gute Wetterbedingungen. Der Alpinist findet einen Weg über das Ballband oder auch durch die Fissura über das Grohmannband bis zum Kar.