Beiträge zum Thema ‘ Ladinisch ’

Fodom oder: Buchenstein

By on Juli 19, 2010

Es gibt fünf ladinische Täler: das Gadertal, das Fassatal, Gröden, Cortina d’Ampezzo und Buchenstein bzw. Fodom. Vor dem ersten Weltkrieg gehörte das Tal zum österreichischen Tirol, doch schon zu Beginn des Krieges wurde es aufgegeben. Heute gehört es zur Provinz Belluno obwohl die Mehrheit sich eher zu Südtirol gehörig fühlt, wie auch die anderen Täler. Im Nordosten liegt der Falzaregopass mit der Burg Andraz bzw. Buchenstein, dessen Besuch sich sehr lohnt, trotz dass sie heute nur mehr eine Ruine ist. Der Ort Arabba ist das wirtschaftliche Zentrum des Tales, in dem man heute noch die ladinische Sprache spricht und die alten Traditionen leben. Urlaub in Buchenstein ist ein Sprung in die Geschichte und bietet unvergleichliche Naturlandschaften.

Bun dé!

By on August 3, 2009

… sagt der Ladiner am Morgen. Die ladinische Sprache ist heute noch in 5 Tälern des Südtirols vertreten und wird zu hause gesprochen. Nur knapp etwas mehr als 4 % der Region sind dieser romanischen Sprache angehörig, pflegen sie zusammen mit den Traditionen. Sie gehört zum retroromanischen, das auch noch in Graubünden und Friaul gesprochen wird. Das Gadertal, Fassatal, Grödnertal, Nontal und Buchenstein, aber auch in der Provinz Belluno sowie in Cortina d’Ampezzo sind hauptsächlich ladinisch in Sprache und Kultur. Die ladinische Sprache erscheint einem gelesen wie deutsches italienisch – vergleicht man beispielsweise das ‘Bun dé’ mit dem italienischen ‘Buon dì’ (Guten Tag) oder auch ‘Na buna usteria’ in italienisch ‘Una buona osteria’ (Eine gute Wirtschaft). Es gilt jedoch offiziell nicht als dritte Sprache in Südtirol, dafür ist die Sprachvertretung – kleinste Sprachgemeinschaft Europas – zu gering. Über die Kultur erfährt man zum Beispiel im ladinischen Museum Ćiastel de Tor von St. Martin in Thurn, wo Geschichte, Sprachentwicklung, Geologie, Archäologie, Sagenwelt und Handwerk Aufschluss über eine einzigartige Gemeinschaft geben.