Die Dolomiten-Fahrrad-Generation
Einst musste man laufen, um das Fahrrad vorwärts zubringen. Seit dem die Pedale jedoch erfunden wurde tritt man die besagte mit großer Freude. In manchen Ländern als Transportmittel benutzt, man denke an die Rikschas in Asien, ist das Fahrrad in den westlichen Ländern zum Volkssport geworden. Der Alpenraum und insbesondere Südtirol ist eine traumhafte Landschaft, die sich gerade dazu anbietet, über Stock und Stein oder aber entlang herrlicher Panoramaradwege entlang zu radeln.
Stilfser Joch – Vinschgau
Das Stilfser Joch ist der zweithöchste Pass Italiens und Nationalpark. Die Passstraße ist wegen seiner Schwierigkeit und den zahlreichen Kurven ein beliebter Radsportweg, wo alljährlich Radrennen veranstaltet werden. Von hier aus kann man wunderbar bis in den Vinschgau radeln – atemberaubendes Panorama und Radkönnen inklusive.
Madritschjoch – Sulden bis Martell
Keine Strecke, die sich zum ‘mal radeln’ eignet. Hier ist richtige Kondition gefragt. Von Sulden fährt man mit der Seilbahn bis zur Schaubachhütte. Jetzt entlang der Skipiste bis zum Madritschjoch, das sogar im Sommer oftmals gar nicht schneefrei wird. Ab jetzt geht es hinab ins Martelltal bis zur Zufallhütte.
Vom Mendelpass ins Nonstal
Hier geht es zwischen dem Roen und dem Penegal durch und man fährt über die Südtiroler Weinstraße bis ins Nonstal. Die Tour beginnt in Eppan bei Bozen und endet bei Fondo im Nonstal. Er ist die Grenze zwischen dem deutsch- und italienischsprachigen Tirol. Wunderbare Aussicht ins Etschtal und viele steile Kurven erwarten hier den Radfahrer.
Pustertal: Taisten Mulder-Tour
Zu den mittelschweren Radtouren gehört die Taisten Mulder-Tour. Knappe 19 km legt man hier in gut zwei Stunden zurück. Man kann in Welsberg im Pustertal beginnen und fährt bis zum Gsieser Tal. Jetzt geht es nach Taisten und hinauf bis zum Mulderhof auf 1.584 Höhenmeter. Traumhafte Aussichten sind garantiert!
Panorama Trail Tour oberhalb von Meran
Nichts für Anfänger ist die anspruchsvolle Radtour oberhalb von Meran. Der Panorama Trail beginnt bei Rösslwirt in Rabland/Partschins. Bei der Tour geht es zwar auch asphaltierte Straße entlang, jedoch liegen auch schwierige Abschnitte über Schotter sowie eine Hängebrücke auf dem Weg.
Meran – Algund – Vellau – Dorf Tirol
Eine nicht so anstrengende Radtour, die man in gut zwei Stunden bewältigen kann. Dabei beginnt man in Algund beim Festplatz und fährt bis nach Vellau und dem Pirnbamegg Hof. Durch herrliche Mischwälder geht es bis nach Dorf Tirol und wieder zurück nach Algund. Fotoapparat nicht vergessen!
Radurlaub in Riffian-Kuens, Schnals: Die Eishoftour
Gute Kondition ist auf dieser Tour durch den Nationalpark Texelgruppe gefragt. Die 42 km beginnen in Naturns und es geht durch das Schnalstal bis zum Gasthof Jägerrast im Pfossental. Von hier aus geht es weiter bis zum Eishof, dem einst höchsten Gasthof Südtirols. Traumhafte Naturlandschaft machen das anstrengende Fahren zum einmaligen Erlebnis.
Montiggler See Trails
Bei St.Michael bei Eppan geht es in den Montiggler Wald und hier durch eine wunderbare Landschaft bis nach Kaltern und von hier vorbei an den Montiggler Seen. Die Tour hat kaum nennenswerte Höhenmeter und ist ideal, um mit der ganzen Familie einen unvergesslichen Radausflug zu machen.
Kohlern bei Bozen (Ritten)
Bei Freeride geht es über Stock und Stein und der Kohlern Trail gehört zu den aufregendsten in Südtirol. Man beginnt in Kohlern, einem Bergdorf, das man mit der Seilbahn von Bozen erreicht. Abwechslungsreich, mit extra Hindernissen versehen und panromareich lohnt sie sich für ausgiebige Rad-Abenteuer.
Trailtour Meransen-Valsertal-Jochtal-Spinges
Keine Familientour, sondern eher mittelschwer präsentiert sich die Trailtour Meransen-Valsertal-Jochtal-Spinges. Gestartet wird an der Meransen-Seilbahn in Mühlbach im Eisacktal. Von dort geht es in das Valser Tal. Steiler Forstweg und wunderbare Aussichten liegen bis zur Anratterhütte, wo man eine Zwischenrast, bevor man bis zur Jochtal Gondelbahn fährt, machen kann. Von hier geht es rasant nach unten bis nach Spinges.
Voller Freude bin ich heute sehr früh am Morgen zur Seiser Alm hochgefahren. Dann habe ich das Rad stehen gelassen und bin mit meinem kleinen Rucksack zu einer Wanderung zum Schlern hochgestiegen. Strahlender Sonnenschein und eine bemerkenswerte Fernsicht lassen mich hinunter auf die wunderbar gewundenen Dolomiten-Straßen schauen. Diese atemberaubenden Strecken wirken wie Himmelsleitern, die der Herrgott an den Berg geklebt hat. Ich übernachtete auf der Hütte und ging am nächsten Tag zurück zum Rad. Nun ging es wieder rasant bergab und schon bald fand ich eine nette kleine Übernachtungsmöglichkeit am Tierser Alpl. 