Beiträge zum Thema ‘ sagen ’

Berge sind geheimnisvoll, in Tälern wohnen Trolle und an Flüssen leben Nymphen. Auch die Dolomiten haben unzählige Sagen und Legenden, die teils heute noch erzählt werden. Schon im 17. Jahrhundert wurden die ersten aufgezeichnet. Die Dolomitensagen der Ladiner bilden eine Untergruppe und sind separat zu betrachten. Die bekannteste aller ist wahrscheinlich die des König Laurins und seinem Rosengarten. Karl Felix Wolff hat am Anfang des letzten Jahrhunderts die Sagensammlung „Dolomitensagen“ herausgebracht. Ulrike Kindl hingegen hat die „Märchen aus den Dolomiten“ gesammelt. Eine etwas ungewöhnliche Sammlung ist die des Willi Mai, der mitten im zweiten Weltkrieg mit einem Tonbandgerät Erzählungen, Sagen und Schwänke aufnahm. Sein erster Band – erst kürzlich erschienen – umfasst das Wipptal, Pustertal und das Gadertal.

Laurin, König eines Zwergenvolkes, besaß den schönsten Rosengarten mitten in Bergen. Als die schöne Similde verloben wurde, wurden alle wichtigen Persönlichkeiten eingeladen – außer Laurin.  Er kam mit Tarnkappe, verliebte sich jedoch in das schöne Mädchen und raubte sie. Der Ritter Dietrich von Bern kam zu ihrer Befreiung und besiegte den Zwergenkönig, der sich trotz Tarnkappe durch die Bewegung der Rosen verriet. Dieser belegte den Garten mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht sollte jemals ein Menschenauge seine Schönheit nunmehr erblicken. Er vergaß jedoch die Dämmerung…. Eine wunderschöne Geschichte, um ein einzigartiges Phänomen zu erklären: das Alpenglühen. Das Hotel am Rosengarten Dosses gibt die Möglichkeit, dieses immer wiederkehrende Wunder zu erleben. Natürlich gibt es auch eine ganz ‘nüchterne’, wissenschaftliche Erklärung. Die Mineralbestandteile im Stein lassen bei einem bestimmten Lichteinfall alles in Rosa erscheinen. Aber sind Legenden und Sagen nicht viel schöner? Ein Urlaub im Hotel am Rosengarten jedenfalls gibt mehr Aufschluss!

Die Griechen nennen sie Sirenen, in Deutschland heißen sie Nixen und in Südtirol haben sie den klangvollen Namen Anguana. Sie sind Dämoninnen, die nicht mit sich spaßen lassen. Beleidigt man sie, schicken sie einem das Unglück gleich hinterher. An Flussläufen, Bächen wie Quellen wohnen sie und sind nicht so wie die Nixen immer eine schöne Frauenerscheinung, sondern können auch alt und hässlich sein. Ist man jedoch nett mit ihnen, dann geben sie einem das Glück mit in die Tasche. Man trifft sie morgens und abends, sie waschen hier ihre Wäsche und ihr goldenes Haar schimmert im Licht. Man sollte sie übrigens nicht verwechseln mit den Salvans – diese leben im Wald. Also aufgepasst beim Wandern in den Dolomiten in Südtirol: immer freundlich lächeln – man weiß ja nie!