Klettersteige bestehen schon seit Jahrhunderten, wurden zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt. Klettersteige, wie man sie heute kennt, sind rein touristisch und meist angereichert mit ‘Attraktionen’ wie Seilbrücken und ähnlichem. Überall dort, wo es hohe Berge gibt, gibt es solche Steige. Die Alpen und Dolomiten im besonderen sind für ihre vielseitigen Wege bekannt.
Zu den Top Ten Klettersteigen gehören die folgenden:
Kesselkogel
Mit über 3.000 m Höhe ist er der höchste Gipfel im Rosengarten. Er wird als leicht eingestuft, doch trotzdem sollte man ein sicherer Bergsteiger sein. Bis zu 6,5 Stunden sollten eingeplant werden und eine Klettersteigausrüstung ist auf jeden Fall angebracht. Der Aufstieg beginnt beim Grasleitenpass, den man von Triers zu Fuß erreicht.
Oskar Schuster Steig
Zwischen Fassatal und Grödnertal befindet sich der Plattkofel. Bis fast 3.000 m geht es hier hoch. Beginn ist die Toni Demetz Hütte an der Plan de Gralba Bergstation und weiter zur Langkofelhütte. Etwas weiter liegt der Langkofelkar, von wo es dann zum Klettersteig geht. Der Schwierigkeitsgrad ist leicht, 5 Stunden sind es mindestens in allem.
Monte Roén
Die höchste Erhebung des Mendelkamms ist der Monte Roèn. Auch dieser Klettersteig gehört zu den leichten, beansprucht gut 5 Stunden und beginnt bei der Überetscherhütte auf 1.773 m Meereshöhe. Man kann ihn als anspruchsvolle Wanderung bezeichnen.
Paternkofel
Für diesen Klettersteig ist eine Klettersteigausrüstung empfehlenswert, auch wenn er als leicht eingestuft wird. 4 Stunden braucht man für den Paternkofel in etwa. Der Steig folgt denen im Zweiten Weltkrieg errichteten und zahlreiche Stollen lassen an die umkämpften Gipfel erinnern. Vom Rifugio Auronzo wandert man bis zur Drei Zinnen Hütte. Da auf dem Weg ein 600 m langer Tunnel durchquert wird, ist eine Taschenlampe erforderlich!
Pischadù
Mittelschwer bis schwierig präsentiert sich der Klettersteig zum Pischadù. Doch gehört er auch zu den schönsten in Südtirol. Vom Parkplatz Kolfuschg zu den Pischadù-Wasserfällen wandern, von wo der Klettersteig beginnt. Was anfangs als leicht erscheint, wird ab der Pischadùseehütte schwieriger. Höhepunkt ist die Exnerturm-Hängebrücke.
Pustreinwand
Die Pustreinwand ist eine Steilwand, die zahlreiche Sportkletterer anzieht. Der Klettersteig ist kurz und erfordert viel Armkraft. Absolutes Highlight ist hier der Tisch mit Bänken auf einer Felsnase mitten in der Wand. Das Panorama über Sand in Taufers ist unvergleichlich! Eine Stunde einkalkulieren, die Pustreinwand gehört zu den schwierigen Klettersteigen.
Sass Rigais
Der Sass-Rigais-Gipfel gehört zu der Geislergruppe im Naturpark Puez-Geisler. Von Gröden kann man ihn erreichen, gleich an der Nordseite des Villnösstals. Ab der Regensbergerhütte, knapp 20 Minuten von der Bergstation der Col Raiser Bahn entfernt, kann der Aufstieg begonnen werden. Fast 500 m Höhenunterschied, 6 Stunden und eine mittlere Schwere erwarten einen hier.
Tschenglser Hochwand
In Sulden befindet sich eines der Reinhold Messner Museen und es ist Ausgangspunkt für alle Ortlerbesteigungen. Hier im schönen Vinschgau geht es auf die Tschenglser Hochwand. Der Klettersteig gehört zu den schwierigen und sollte nur mit Klettersteigausrüstung und Helm begangen werden. 4,5 Stunden einkalkulieren.
Tabaretta Klettersteig
Der Tabaretta-Klettersteig ist der schwierigste in Südtirol. Er erfordert großes Geschick und Können und sollte nur in kompletter Ausrüstung begangen werden. Für den reinen Klettersteig braucht man ungefähr 3 Stunden. Von Sulden zur Tabaretta Hütte gehen, von wo der Steig beginnt.
Masaré Klettersteig und Rotwand
Die beeindruckende Welt des Rosengarten-Latemar-Gebietes erleben und erklettern. Die Via Ferrata Masaré und die Via Ferrata Rotwand gehören zu den schönsten Klettersteigen in den Alpen. 7 Stunden pures Berg- und Klettervergnügen, nichts für Anfänger, wenn auch nur als mittelschwer eingestuft. Vom Karerpass mit dem Paolina-Sessellift zum Rifugio und zur Rotwandhütte. Hier beginnt der Aufstieg.
Fennberg Klettersteig
Teils Klettertour, teils Wanderung – so könnte man den Klettersteig Fennberg bezeichnen. Von Margreid Richtung Süden bis zur Provinzgrenze Südtirol/Trentino fahren, von wo der Klettersteig beginnt. Halbsteil geht es bis zu einer Anhöhe, ab dort wird gewandert. Empfehlenswert im Frühjahr und Herbst.
Via Ferrata Col Rodella Sellapass
Die Via Ferrata Col Rodella Sellapass ist ein gut gesicherter Klettersteig, der 500 m Höhenunterschied überwindet. In ca. 2,5 Stunden geht es hoch, beginnend an der Bergstation Rifugio des Alpes, die man über die Forcella di Rodella vom Rifugio Valentini erreicht. Ein traumhaftes Dolomiten-Panorama erwartet einen am Ende des Klettersteiges.
