Wandern auf dem Panider Sattel

Noch liegt Schnee, es ist kalt und ungemütlich und das Wandern ein wenig eingeschränkt. Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern kann. Dieses Mal möchte ich euch von meinem Ausflug zum Panider Sattel erzählen.

Letzten Sommer habe ich mich wieder einmal auf nach Kastelruth begeben. Zusammen mit meiner Freundin wollte ich den Panider Sattel erklimmen. Dazu haben wir uns im Dorfzentrum von Kastelruth getroffen. Diesen Tag sind wir separat gekommen, weil sie von woanders her kam.

Wir hatten uns kurz nach der Mittagszeit hier eingefunden und sind sogleich los marschiert. Die Wegstrecke beläuft sich auf gut 13 km, was mindestens vier Gehstunden sind. Es ist eine Rundwanderung, die hier beginnt und endet, mit schönen Panoramablicken auf das Grödnertal.

Wir begeben uns zunächst zum Friedhof. Von hier aus schlagen wir den Weg nach Sankt Michael ein. Es geht dabei über saftige Wiesen und lauschige, schattige Wälder. Natur pur. Wir begegnen wenig Menschen (kann mich gar nicht erinnern, ob überhaupt) und lauschen der Natur, bleiben immer wieder einmal stehen und genießen die ‚laute‘ Stille.

In Sankt Michael, nach etwas mehr als eineinhalb Stunden Fußmarsch, werfen wir einen Blick in die kleine Kirche. Kleine Kirchen haben immer etwas Andächtiges, eher umschlingendes, an sich. Große empfinde ich als imposant und beeindruckend.

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis hinauf auf den Panider Sattel. Wo wir dann auch tatsächlich gut eine halbe Stunde später ankommen. Und während wir den Ausblick auf das Tal und die hohen Gipfel genießen, erreichte ein älteres Paar mit einem wundervollen Bernhardiner den Aussichtspunkt. Wir kommen ins Gespräch, weil der Hund gleich zu mir kommt und von mir gestreichelt werden will, er wollte sich nicht von mir wegbewegen. Die Herrschaften erklärten mir, dass er das nicht oft mache, eher ein wenig zurückhaltend ist. Also hatte ich ein ganz besonderes Privileg.

Nach einer längeren Weile machen meine Freundin und ich uns auf den Rückweg. Dafür schlagen wir den Weg Nr. 7 ein und folgen ihm, bis er kurz vor dem Endpunkt Kastelruth dann in den Weg Nr. 8 übergeht.

In Kastelruth blicken wir noch einmal in den Spatzenladen. Nein, hier gibt es keine Spatzen und auch keine Krümel, sondern alles rund um die Kastelruther Spatzen Sänger. Meine Freundin hat eine Freundin, die ganz verliebt in diese ist und so kauft sie ein paar Sachen für die Freundin.
Danach gehen wir allerdings noch einen Kaffee trinken, bevor jeder in seinem Auto nach Hause fährt.

Wir haben einen wunderbaren Rundgang gemacht, haben die Natur und auch den Panoramablick von Panider Sattel genossen.

eure Anna

Veröffentlicht von

Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.