Wandern im Langental

Während jetzt überall die Weihnachtsmärkte eröffnet haben und ich von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt ziehe, kommt bei mir das Wandern ein wenig zu kurz. Doch ich möchte euch nicht mit allen Märkten, die ich besuche, ’nerven‘ und euch zwischendurch mit Wanderungen, die ich im Sommer gemacht habe, bei Laune halten.

Im Sommer bin ich im Langental auf eine große Rundwanderung gegangen.

Meine Wanderung begann in Wolkenstein auf dem Parkplatz Langental. Die Wanderung selber ist gut 12 Kilometer lang und ich habe mir um die 5 bis 6 Stunden Zeit gegeben, mit Pausen und Panoramablicken. Die Wanderung beginnt herrlich gemütlich und ich lasse mir Zeit, die Landschaft zu genießen Es geht vom Parkplatz aus entlang des Langentals, ich laufe praktisch durch das ganze flache Tal. Die Bergmassive rechts und links, Puez, Chedul und Col Turond, geben dem ganzen etwas majestätisches. Herrlicher Sonnenschein war ein zusätzliches Plus.

Am Talende werde ich dann etwas gefordert und der Spaziergang geht in etwas sportliches über. Der Pfad zur Ciampatsch Scharte ist schmal und recht steil. Fast sehne ich mich nach dem Talboden zurück. Doch oben habe ich ein wunderbares Panorama und das entschädigt alles. 600 m höher und ein Überblick wie man sich ihn nur erträumen kann.

Ich befinde mich auf dem Crespeina Hochplateau und gehe auf diesem entlang bis zum Crespeina See. Ein kleiner kristallklarer Bergsee, wunderschön in dieser Felslandschaft eingebettet, mit Traumblick auf die umliegenden Gipfel. Mich faszinieren wieder einmal die Farben des saftigen Grünes, der weiß-grauen Felsen und des blauen Sees und Himmels. Zur schön! Und es gibt sogar (wie ja so oft hier) eine Sage um den See. Einst wohnte hier ein Drachen, der sich oft über andere Drachen in der Umgebung ärgerte. Dann schlug er besonders nachts mit seinem Schwanz auf die Wasseroberfläche des Sees und flog feuerspeiend seine Runden um die Berge. Die Einwohner des Tales hatten Angst, er würde Unglück bringen und so stellten sie unzählige Kreuze um den kleinen Bergsee. Der Drache zog daraufhin fort.

Ich gehe weiter bis ich zum gleichnamigen Joch komme. Wieder genieße ich das sagenhafte Panorama bevor ich weiter zum Cirsattel und dann zum Grödner Joch wandere. Von hier aus nehme ich das letzte Stück zur Jimmyhütte in Angriff.

In der Jimmyhütte setze ich mich auf die Terrasse und gönne mir einen sehr leckeren kleinen Snack. Ich genieße die Aussicht, die Atmosphäre und das Ausruhen. Von hier aus fahre ich später mit der Dantercepies Kabinenbahn wieder nach Wolkenstein zurück.

Die Wanderung ist lang, aber herrlich im Sommer zu gehen. Teils etwas anstrengend, hat sie doch viele sehr angenehm zu gehende Stücke. Und die Panoramen entschädigen jeglicher Anstrengung. Die rast bei der Jimmyhütte ist dann noch das i-Tüpfelchen auf alles.

eure Anna

 

 

Veröffentlicht von

Anna

Ich bin Anna, bin 48, habe 2 Kinder und liebe die Berge. Ich lebe dort wo es am schönsten ist: In Bruneck in den magischen Dolomiten. Ich schwimme für mein Leben gerne, meine Leidenschaft ist die Geologie und ich bin oft in den Bergen unterwegs, meistens mit meinen Freunden, denn meine Kinder sind erwachsen und außer Haus. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.

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