Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Wer auf die eindrucksvoll gestaltete Terrassenanlage rund um den Seerosenteich und das traumhafte Panorama der Meraner Berge blickt, versteht gut, dass auch Kaiserin Sissi sich hier wohl fühlte.

Zweimal bezog sie ihr Winterdomizil auf Schloss Trauttmansdorff in Meran. Heute beherbergt es ein Museum für Touriseum, das von 200 Jahren Tiroler Tourismusgeschichte erzählt. Seit einigen Jahren ist dem Schloss ein botanischer Garten angegliedert, in dem Pflanzen aus aller Welt zu bestaunen sind.

Ein Besuch lohnt sich mehrmals in einem Gartenjahr: das Bild der Gärten wechselt im Jahresverlauf durch die Veränderungen in der Pflanzenwelt. Die
Gartensaison beginnt mit blühenden Kamelien und Japanischen Zierkirschen. Über 100.000 blühende Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen setzen den Blütenreigen fort. Über 300 vielfarbige Rhododendrenarten und -sorten bringen Farbe in die Waldgärten. Im Frühsommer verströmen die englischen Rosen ihren süßen Duft und es erblüht das aromatisch duftende Lavendelfeld unterhalb von Schloss Trauttmansdorff. Im Hochsommer verschwenden unzählige Sonnenblumen im Olivenhain ihre Blütenpracht. Zuletzt bringen sonnige Herbsttage die Gärten ein letztes Mal zum Leuchten: Der Japanische Garten gibt mit dem Rot des Fächer-Ahorn seine intensivste Farbe preis.

Den Gärten von Schloss Trauttmansdorff wurde seit Anfang 2005 eine ganz besondere Ehre zuteil: Sie wurden in die exklusive Liste der schönsten Gärten Italiens aufgenommen. Zu dieser erlesenen Auswahl gehören rund 60 Gärten aus 13 italienischen Regionen.